Roland Klinik

Schulter: Schulterarthrose (Omarthrose)

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Begriffsklärung und Entstehungsursachen

Die Schulterarthrose – auch Omarthrose genannt – entsteht als degenerative Veränderung des Schultergelenks und geht mit starken Schmerzen einher. Dabei ist die primäre und die sekundäre Form der Omarthrose zu unterscheiden: Beide Formen zeichnen sich aus durch einen zunehmenden Gelenkverschleiß, der letztendlich zu einem völligen Abrieb der Gelenkflächen führt.
Bei der primären Omarthrose ist die Ursache der Erkrankung meist ungeklärt – familiäre Häufungen von Gelenkerkrankungen und langjährige körperliche Belastungen der Schultergelenke können dabei eine Rolle spielen. Als sekundäre Omarthrose bezeichnet man die Fälle, die als Folge von Oberarmkopfbrüchen, chronischer Schulterinstabilität, sonstigen Verletzungen oder nach Operationen auftreten.

Symptome und Beschwerden

Meistens ist das Bewegen des Gelenkes der Auslöser für die Schmerzen. Patienten berichten aber auch über Schmerzen in der Nacht, wenn sie auf der betroffenen Schulter liegen. Häufig sind die alltäglich anfallenden Bewegungen eingeschränkt Und gehen mit starken Schmerzen einher: Das Haarekämmen oder auch das Arbeiten über Kopf fällt den Patienten mit einer Omarthrose extrem schwer und wird deshalb häufig gemieden.

Typische Beschwerden:

Diagnose

Mit einer Röntgenaufnahme lässt sich die typische Verschmälerung des Gelenkspaltes bei einer Omarthrose nachweisen. Häufig finden sich knöcherne Wucherungen, die zu einer Deformierung des Oberarmkopfes führen. Die primäre Form geht häufig mit einem Verbrauch der hinteren Anteile der Gelenkpfanne einher. In Einzelfällen kann eine Computertomographie nützlich sein, um die genaue Beschaffenheit der Gelenkpfanne zu beurteilen.

Therapie

Konservative Therapie: 

Im frühen Stadium der Omarthrose lassen sich mit gezielter Krankengymnastik und Dehnungsbehandlungen der Gelenkkapsel gute Erfolge erzielen. Auch werden in Frühstadien der Arthrose entzündungshemmende Wirkstoffe und so genannten “Knorpelaufbaupräparate” in Tablettenform verordnet oder in das Schultergelenk injiziert.

Operative Therapie: 

Bleiben die Schmerzen trotz konservativer Behandlung massiv, kann ein arthroskopischer Eingriff – die so genannte “Gelenktoilette” helfen.

Bei fortgeschrittener Gelenkzerstörung sollte rechtzeitig die Alternative einer Schulterprothese erwogen werden, bevor zunehmende Weichteilverkürzung und Schultersteife die Erfolgschancen auf die Wiederherstellung einer funktionierenden und schmerzfreien Schulter nach einem Gelenkersatz immer geringer werden lassen.

Bei der Operation wird über einen etwa 10 cm langen Hauptschnitt das Schultergelenk freigelegt und der zerstörte Teil des Oberarmkopfes entfernt. Ist nur die Oberarmkugel betroffen, reicht oft der kleinste Eingriff: ein Metallüberzug (CUP-Prothese), der die Form des Gelenkes wieder herstellt.
Ist das Gelenk stärker verformt, wird eine künstliche Gelenkkugel aus Metall über einen Prothesenschaft mit Knochenzement im Oberarmknochen verankert.

Bei zusätzlicher Schädigung der Schulterpfanne wird die Gelenkfläche mit einem Kunststoffüberzug wiederhergestellt. Wenn außerdem die umgebende Muskulatur zerstört ist, gibt es die Möglichkeit einer speziellen „inversen Prothese“.

Nachbehandlung

Der stationäre Aufenthalt nach der Operation dauert 14 Tage bis 3 Wochen. In dieser Zeit wird der Arm in einer abnehmbaren Bandage gelagert und täglich mit Krankengymnastik beweglicher gemacht und die Muskulatur gekräftigt. In der Regel schließt sich eine Rehabilitationsbehandlung an. Die Weiterbetreuung erfolgt durch den behandelnden Orthopäden oder Chirurgen. Circa sechs Wochen nach der OP kann der Arm wieder annähernd normal im Alltag eingesetzt werden. Eine krankengymnastische Behandlung zum Muskelaufbau und für eine bessere Koordination empfehlen wir für einen Zeitraum von mindestens drei Monaten, je nach Ausmaß des vor der Operation schon bestehenden Muskelabbaus aber auch bis zu einem Jahr.

Ansprechpartner

Zentrum für Schulterchirurgie, Arthroskopische Chirurgie und Sporttraumatologie
Dr. Hans-Gerd Pieper

Tel 0421.8778-372
Fax 0421.8778-373
Mail hpieper@roland-klinik.de




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