Orthopädie und Altersmedizin

Gemeinsam vorsorgen, zusammen versorgen

Das steigende Alter von Patientinnen und Patienten erfordert speziell darauf abgestimmte Behandlungsmaßnahmen. In unserer Fachklinik für Orthopädie setzen wir daher auf eine enge, fachübergreifende Zusammenarbeit zwischen Pflege, Anästhesie und den orthopädischen Zentren. Grundlage hierfür ist die seit 2019 bestehende Kooperation mit dem Zentrum für Geriatrie und Frührehabilitation des Krankenhauses St. Joseph-Stift, die eine umfassende und abgestimmte Versorgung älterer Patientinnen und Patienten ermöglicht.


Der Aufenthalt und die Behandlung im Krankenhaus stellen ältere Menschen und das Klinikpersonal häufig vor besondere Herausforderungen. Insbesondere Patientinnen und Patienten über 70 Jahre mit Mehrfacherkrankungen haben spezifische Bedürfnisse. Unser geriatrisches Behandlungskonzept trägt dem umfassend Rechnung: durch altersgerechte Behandlungsstrukturen, großzügige Patientenzimmer mit Übernachtungsmöglichkeit für Angehörige, geriatrisch ausgerichtete Physiotherapie, speziell geschulte Pflegefachkräfte sowie eine sensibel abgestimmte Anästhesie.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der aktiven Einbindung von Angehörigen und nahestehenden Personen. So gestalten wir die Operationsvorbereitung, den Eingriff selbst sowie die anschließende Überleitung in das häusliche Umfeld oder eine Rehabilitation möglichst sicher, strukturiert und bedarfsgerecht.


Das Delir vermeiden

Nach einem operativen Eingriff können ältere Patientinnen und Patienten von einem vorübergehenden Zustand der Verwirrtheit betroffen sein, medizinisch Delir genannt. Die Roland Klinik untersucht daher Menschen über 70 Jahre vor größeren OPs standardmäßig auf ihr individuelles Risiko. Bereits beim allerersten Kontakt geschieht dies durch einen kurzen Fragebogen, der gemeinsam mit Angehörigen oder dem Klinikpersonal ausgefüllt werden kann. Ergeben sich daraus erste medizinische Rückschlüsse, die altersmedizinisch mitbegutachtet werden sollten, kommt ein Geriater zur genaueren Beurteilung dazu.

Die Anästhesie der Roland-Klinik hat ebenfalls ein besonderes Augenmerk auf ältere Patient:innen. Im obligatorischen Gespräch vor jedem operativen Eingriff erfolgt eine genaue Medikamentenanamnese, die Möglichkeit eines Delirs wird besprochen sowie im Bedarfsfall entsprechend reagiert. Angehörigen kann dann bereits der Zugang zum Aufwachraum ermöglicht werden, was in der Regel den Verlauf eines Delirs sehr positiv beeinflusst.

Weitere hilfreiche Informationen für Betroffene und Angehörige bietet dazu der Informationsflyer „Postoperatives Delir“.


Sie oder Angehörige gehören zur Risikogruppe, haben kognitive Einschränkungen oder hatten bereits ein Delir? Dann nehmen Sie gerne Kontakt auf.